Progression Tour Vitja Any Given Day Despised Icon Blessthefall Bury Tomorrow

Jan Termath
Fotograf


Jazz Styx
Redakteur


30.04.2016


Progression Tour

|| Vitja || Any Given Day || Despised Icon || Blessthefall || Bury Tomorrow ||

Gruenspan, Hamburg

Unter dem Vorwand, es gebe im Knust in Hamburg einen gemütlichen Konzertabend zum Tanz in den Mai, konnte ich meine Mutter überreden, mich zum Abschluss der Progression-Tour zu begleiten. Zu ihrem Glück sind die Bands dieses Jahr nicht ganz so sehr auf Deathcore ausgerichtet, wie im hervorragenden Vorjahr. Auf der Bühne erwarten uns VITJA, ANY GIVEN DAY, BLESSTHEFALL, DESPISED ICON und BURY TOMORROW. Meine Mutter kann mit den Bandnamen nichts anfangen, wundert sich aber, warum die Gäste alle so jung und dunkel gekleidet sind: „Worüm sünd de Görn denn all so swatt antroggen?“

VITJA fangen an: gradliniger Auf-die-Fresse-Metalcore, bisschen Groove Metal, bisschen Djent. Mama verzieht das Gesicht, presst die Handflächen auf die Ohren und meint: „Dat hört sick jo krank an, woas de Hering (dünner Kerl) mit de tweie Büx (kaputte Hose) dor rümgrölt!“ Besser als das Shouting des dünnen Sängers David Beule, gefällt ihr der Cleangesang von Bassist Mario Metzler. Der erste Crowdsurfer wird konsequent durch den ganzen länglichen Saal getragen und der Moshpit bricht los. Mama staunt: „Worüm stöht se sick denn so hin und her? Dor mut doch mol een mang gohn (dazwischen gehen)!“ Bei den schon beinahe legendären Knust-Wall-of-Deaths über die ganze Saallänge, wird es ihr zu viel und sie flieht.

Zu ANY GIVEN DAY, der laut David Beule besten Band, mit der VITJA je auf Tour gewesen seien, ist Mama zurück. Sind beim VITJA-Frontmann die geschätzten Körpermaße ca. 60-50-60, so hat ANY-GIVEN-DAY-Sanger Dennis Diehl dieselben allein an seinen Oberarmen. Oder wie Mama sagt: „De hett jo wohl ook een ganzen Ossenhopen (Haufen Ochsen) fröhstückt.“ Der breakdownlastige Djent-Metalcore und die Shouts vom cooleren Ende des Genres, gefallen ihr ...

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