Long Distance Calling Tiny Fingers Petter Carlsen

Jan Termath
Fotograf


Jazz Styx
Redakteur


29.04.2016


Long Distance Calling

|| Tiny Fingers || Petter Carlsen ||

Uebel & Gefährlich, Hamburg

Heute Nacht wird geträumt! Im vierten Stock des Hamburger Flakturms IV befindet sich ein mittelgroßer Veranstaltungsraum mit Bühne. An diesen Ort, dem Uebel & Gefährlich, locken LONG DISTANCE CALLING die Fans progressiver Rockklänge zum Erstgenuss ihres exakt am Konzerttag herausgekommenen Albums „Trips“. Vorab singt PETTER CARLSEN ein paar Solo-Nummern und TINY FINGERS eröffnen die musikalischen Traumwelten.

Die Sonne geht unter und die Kissen versprechen Erholung vom vergangenen Tag. PETTER CARLSEN spielt den Soundtrack zum Dahindämmern. Ganz allein mit seiner Stimme und seiner Gitarre macht er Musik wie in Zeitlupe: Langsames, ruhiges Saitenspiel und eine sehr hohe schöne Stimme könnten den ersehnten Schlaf einleiten. Zweierlei hält davon ab: Erstens ist die Stimme des Norwegers sehr, sehr laut eingestellt für die noch geringe Anzahl an Gästen, was der wunderbar träumerischen Atmosphäre seiner Klänge entgegenwirkt. Zweitens lassen sich die meisten Besucher nicht auf die ruhige Musik ein und unterhalten sich laut. So kann doch keiner einschlafen!

Bald jedoch sind die Augen zugefallen und die Welt der Träume kann betreten werden. TINY FINGERS sind die Architekten dieser Welt: sphärisch, versunken und ganz ohne Gesang. Die folgenden Bilder versuchen, eine Ahnung von der Atmosphäre der israelischen Band zu vermitteln: Zunächst treiben die Träumenden in einem riesigen Aquarium, das in einem Planetarium mit all seinen leuchtenden Sternen und Planeten steht, das in uralten Katakomben errichtet wurde, die tief unter einem unberührten Dschungel liegen. In einer zweiten Traumsequenz werden die Schlafenden Zeuge der ...

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