Enter Shikari Arcane Roots

Jan Termath
Fotograf


Jazz Styx
Redakteur


13.02.2015


Enter Shikari

|| Arcane Roots ||

Docks, Hamburg

Das Docks liegt mitten auf dem Hamburger Kiez und vereint durch die Höhe seines Saals, die Größe der Bühne, das kleine Dach über den Mischpulten und den roten Glasstern in der Decke Gefühlszustände von Festival und Kirche miteinander. Der ideale Raum also für ENTER SHIKARI, die in den Augen so manchen Fans die Grenze zwischen Musik und Religion bereits überschritten haben.

Doch eingeläutet wird der Abend zunächst von ARCANE ROOTS, die ab 18:50 Uhr circa 40 Minuten einen alternativen, progressiven, teils post-hardcoreigen Rock auf den Saal loslassen, der sich langsam aber sicher füllt. Dabei geht es mitunter sphärisch-entrückt, mitunter traurig-verloren zu. Doch vor allem fallen die immer wieder sehr verspielten, progressiven, geradezu mathematisch komplexen Instrumental-Passagen auf. Zum Glück, denn die Shouting-Passagen, die das Publikum hier eher begeistern als der meist sehr tragisch klingende Klargesang des Sängers Andrew Groves, sind anfangs leider selten. Jedoch steigern sich ARCANE ROOTS von Song zu Song in Härte, Vielseitigkeit und Beliebtheit bei der weiter zunehmenden Menge vor der Bühne. Leider reicht es bis zuletzt nicht wirklich dafür, dass die Besucher beginnen, zu der Musik abzugehen.

Das soll sich jedoch radikal ändern. ENTER SHIKARI haben zwar ein langes, ruhiges Intro, rasten aber mit Song zwei vollkommen aus. „Destabilize“ tut, wonach es klingt – und ein geradezu überfüllter Saal schafft es, den größten Teil der Fläche zu räumen, um Sekunden später zu beweisen, dass alles zuvor nur die Ruhe vor dem Sturm war. Und was für ein Sturm! Ein ...

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