Attila Shoot The Girl First Chunk, No Captain Chunk!

Jan Termath
Fotograf


Jazz Styx
Redakteur


15.10.2015


Attila

|| Shoot The Girl First || Chunk, No Captain Chunk! ||

Hamburg

Nahe der Hamburger Uni lädt das Logo zu einem der vielseitigsten Metalcore-Abende ein, den drei Bands auf die Beine stellen könnten. ATTILA, CHUNK! NO, CAPTAIN CHUNK! und SHOOT THE GIRL FIRST locken ein tendenziell junges, aber auch sehr gemischtes Publikum an: bunte Haare, Mützen, Hipsterbärte, Caps, Knicklicht-Brillen, eine Fastfood-Krone und ein Bananen-Kostüm – entspannt, chaotisch, interessant.

Das verbindende Element des Abends ist der Metalcore – irgendwie. SHOOT THE GIRL FIRST jedenfalls starten erst einmal mit elektronischen Clubsounds, nach denen Sänger Alex Sayti erst seine vom Dämon Deathcore besessenen Stimmbänder freiscreamt, um dann eine Stimmfarbpalette zu präsentieren, die einem mehr als nur ein respektierendes Nicken abnötigt. Ein gutgemeinter Vergleich mit Eskimo Callboy liegt nicht allzu fern, auch wenn die französischen SHOOT THE GIRL FIRST wesentlich mehr cleane Metalcore-Parts verbauen. Doch wenn Sie jetzt zum Konzert gehen, gibt es gratis noch ein Musik-Genre obendrauf! Crystal heißt die junge Dame am Keyboard – ja, Keyboard! –, die mit ihrer Stimme den Deathcore im Zeichen melancholischer Verzweiflung in den Post-Hardcore hinüberschickt. Besonders herzzerreißend shoutet sie sich durch die ruhigeren Passagen, was teilweise sogar ohne Mikro gut hörbar bleibt – Respekt! SHOOT THE GIRL FIRST sind jung, chaotisch und unangepasst. So jagen sie den locker gefüllten Raum im Sekundentakt von Elektro-Hops-Passagen über Violent-Dance-Massaker zu verträumtem Stillstand. Bis zum nächsten concert génial von SHOOT THE GIRL FIRST darf das Album „Follow The Clouds“ gesuchtet ...

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