ASP Spielbann

Jan Termath
Fotograf


Jazz Styx
Redakteur


06.04.2016


ASP

|| Spielbann ||

Markthalle, Hamburg

Das bisschen Sonne, das sich an diesem grauen Tag unscheinbar hinter regnerischen Wolken versteckte, geht unter, als sich die vielen Nachtkinder aller Altersgruppen in ihre Schattenkleidchen werfen, um am 6. April die Gothic-Novel-Rocker von ASP in der Hamburger Markthalle zu besuchen. Die musikalische Reise beginnt jedoch, wie schon beim ersten Teil der „Verfallen“-Tour, mit den Düsterrockern von SPIELBANN.

Dieser Weg führt für die schwarzen Gestalten über einen nächtlichen Friedhof: dunkel, schauerlich, klischeebeladen. Die Klänge hier sind rockig bis hardrockig, düster und eingängig, bis poppig. Der Sänger Seb hat die Nase über der hipsteresken Gesichtsfrisur – wie auch die anderen Musiker – zum schlichten Corpsepaint gepudert. Seine Stimme ist passend und schaurig schön, oder fällt zumindest neben der der Sängerin Nic positiv auf. Die erzählten Geschichten bewegen sich meist in gefühlten Sphären moderner Vampirromantik und Hohlbein’scher Fantasy.
Dass sie auch das Publikum spalten, beweisen die zahlreichen Gespräche, die während der ruhigeren Passagen – beispielsweise des tragisch-schönen, aber etwas ...

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