Architects Every Time I Die Counterparts Blessthefall

Jan Termath
Fotograf


Jazz Styx
Redakteur


01.03.2015


Architects

|| Every Time I Die || Counterparts || Blessthefall ||

Gruenspan, Hamburg

Das Hamburger Gruenspan bietet seinen Besuchern die ganz besondere Atmosphäre eines düsteren, alten Theaters, dessen verzierte Säulen rot angestrahlt werden und dessen rohe Steinwände einen robusten Charme von Vergänglichkeit tragen. Das überwiegend eher junge Publikum füllt den imposanten Saal zu etwa drei Vierteln.

Um 19 Uhr beginnen ohne spürbare Vorwarnung COUNTERPARTS der Hörgeräteindustrie in die Hände zu spielen. Es dauert einige Momente, bevor sich die Menge von dem kanadischen Hardcore bewegen lässt, doch es fehlt nicht an Stimmung. Zwar wird zunächst nur gelegentlich gesprungen und die Kollisionen sind eher sporadisch, geben jedoch ein präzises Bild vom langsamen, aber sicheren Entstehungsprozess eines Moshpits. Sänger Brendan Murphy wechselt immer wieder zwischen seiner eigenen kleinen Welt, in der er vor dem Schlagzeug hockt, und der intensiven Interaktion mit den Fans. Der emotional-melodische und doch chaotisch-rohe Sound von COUNTERPARTS ist unangepasst, direkt und alles andere als uninspiriert. Konzertverpasser können diese Erfahrung zum Beispiel auf dem vielseitigen 2013er Album „The Difference Between Hell and Home“ nachholen – durchaus zu empfehlen!

Nach einer kleinen Pause setzt sich ein einzelner Schlagzeuger hinter sein Instrument, über dem das blutige Banner des Albums „Hollow Bodies“ (2013) hängt. Das Publikum jubelt, der Drummer beginnt und die anderen Musiker von BLESSTHEFALL erobern die Bühne und beinahe augenblicklich auch den Rest des Saals. So geht Metalcore! Genau so soll der ...

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