Accept Damnations Day

Jan Termath
Fotograf & Redakteur


18.10.2014


Accept

|| Damnations Day ||

Docks, Hamburg

Weltweit gibt es ausverkaufte Shows: Es ist klar, eine wahre Größe ist unterwegs. ACCEPT, die Urväter des deutschen Heavy Metal touren um den Globus. Auf der Tour zum brandneuen Album „Blind Rage“ kann man froh sein, noch ein Ticket ergattert zu haben.
Neben den Scorpions gehören ACCEPT zu den Wegbereitern der deutschen Heavy-Metal-Szene. Bands wie Amon Amarth, Rage und Dimmu Borgir covern ihre Songs und mit 14 Studioalben, unzähligen Singles, Compilations und Live-Alben haben ACCEPT so einiges vorzuweisen.
So waren die Solinger zu Gast im Hamburger Docks, einer festen Größe auf dem Spielbudenplatz an der Reeperbahn – und bei einer derartigen Band sind die Erwartungen hochgesteckt, auch, was die Vorband angeht. Nur war an dieser offenbar so gar keiner interessiert. Im Grunde ist es eh immer das gleiche Spiel: Die Band kommt auf die Bühne, man hüpft ein wenig rum, spielt seine Songs und macht Platz für den nächsten Act. Dass es da aber durchaus Unterschiede geben kann, hat man an diesem Abend wohl sehen können.

Endlich gibt mal einen pünktlichen Beginn, das erlebt man in letzter Zeit viel zu selten. Punkt sechs stehen die Australier von DAMNATIONS DAY auf der Bühne. Allerdings dauert es dann doch eine Weile, bis sie endlich anfangen. Offenbar war der Schlagzeuger noch nicht bereit. „Unterhalten“ wird man solange durch ein Instrumental-Intro, das auch zwischen den Songs immer mal wieder eingespielt wird, damit keine Stille herrscht, denn viel reden die Kerle nicht auf der Bühne, abgesehen von ihren großen Augen vor so einem Publikum und den quietschigen Freudenschreien. Sonst ist die Show recht unspektakulär, die Band steht meist an ihrem Platz, recht weit voneinander entfernt und ihre Wege kreuzen sich nur selten. Der Drummer sitzt ziemlich weit vorne, dem bereits aufgebauten Set von ACCEPT geschuldet, seitlich an der Bühne. Eigentlich ist dies gar nicht so schlecht, da sich die Schlagzeuger sonst immer verstecken. Hier kann man ihn sehen – „könnte man sehen“ trifft es wohl besser, würde er nicht quasi direkt auf der Nebelmaschine sitzen. Ein Wunder ist es also, dass er seine Trommeln überhaupt findet.

Die Langeweile ist dem Publikum anzusehen. In den ersten Reihen gibt es zwar ein paar ...

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