VÖ: 05.05.2017


Bob Wayne

Bad Hombre

feat. Kristina Murray / Mike Khalil

„The Name is BOB WAYNE. If you don’t like it, you can kiss my white Alabama ass!“ – aus ‚Working Class Musician‘.

Das spricht für sich und bringt es auf den Punkt, auch wenn er regulär aus Seattle stammt. BOB WAYNE ist ein rastloser und cooler Typ. Ein Mann, der sich durch und durch (und durch) dem „richtigen“ amerikanischen Country verschrieben hat, da er den poppigen Mainstream-Country so gar nicht ausstehen kann. Er spielt Monster-Touren, sitzt schon lange im Sattel und hat einen ganz ordentlichen Output vorzuweisen – in nicht ganz 11 Jahren 8 Alben. Nachdem der gesetzlose „Mr. Bandana“ 2015 mit „Hits The Hits“ diverse Welterfolge anderer Künstler durch den Country-Hillbilly-Wolf gedreht hat und 2016 The Boss Hoss auf ihrer Tour im Vorprogramm begleiten durfte, konnte BOB WAYNE wieder eigenes Material nachladen, in Form von 13 Kugeln im Colt des „Bad Hombre“.


P. Lugosi
Stammredakteur

Viel geändert hat sich nicht. Die Country-Roads werden konsequent durchgezogen. Originalgetreu mit Fidel, Banjo, Pedal-Steel-Gitarre, übertriebenem Patriotismus und allem was dazugehört. Den feinen Unterschied bringt das gewaltige Augenzwinkern, mit dem hier gearbeitet wird. Alles ist herrlich überzogen und gleichzeitig absolut authentisch. Wären die teils schmutzigen Texte nicht, würde man unweigerlich an frivolen Hillbilly-Sex mit der eigenen Tante denken.

Kurze stichwortartige Inhaltsangabe des aktuellen Albums: Ladies flachlegen, Alkohol, (private) Drogen(-vergangenheit), vollgepisste Hosen, Pakte mit dem Teufel, Krieg, die Zeit im Gefängnis, Männer töten, Trucks, Pistolen, dunkle Liebe, verlorene Seelen sowie positive Schnitzel-Erfahrungen in Deutschland. Und das alles wird, man mag es kaum glauben, gesellschaftskritisch und mit viel menschlichem Einfühlungsvermögen für die, die im Leben weniger Glück hatten, präsentiert. BOB WAYNE erzählt echte, ernste und lustige Geschichten und zieht Inspiration direkt aus dem, was er auf Tour in den hintersten Ecken der Welt und im privaten Umfeld erlebt. Trotzdem, ein wahrer Sündenpfuhl an White-Trash-Gehabe in Rockerkluft und Spiegelsonnenbrille, der Spaß macht und in den ruhigeren und düsteren Storyteller-Songs besonders stark ist. Gelegentlich wird Bob, wie z.B. bei ‚Fairground In The Sky‘, am Mikrofon von Kristina Murray tatkräftig unterstützt, um das richtige Balladen-Gefühl auf die Beine zu stellen. Außerdem hat er Hank III’s Klampfer Andy Gibson, Bassist Dave Roe (u.a. Johnny Cash, John Mellencamp) sowie diverse andere talentierte Allround-Musiker der Country-Szene mit dabei.


Spielzeit: 41 min 10 sek

Titel
  1. Hell Yeah
  2. Mr. Bandana
  3. Still Truckin'
  4. 420 Bound
  5. Hangin' Tree
  6. Take Back The USA
  7. The Last Breath You Take
  8. Fairground In The Sky
  9. Devil's Backbone
  10. Kiss My Ass God Bless The USA
  11. 80 Miles From Baghdad
  12. Working Class Musician
  13. Wake Me Up
Besetzung
    Gesang, Akustik-Gitarre: Bob Wayne
    Pedal-Steel-, E- und Bariton-Gitarre: Andy Gibson
    Banjo: Corey Walker
    Geige: Billy Contreras
    Bass: Dave Roe
    Schlagzeug: Matt Bohli
Genre
    Country Rock

BOB WAYNE wird mit diesem Album niemanden seiner Sympathisanten enttäuschen, auch wenn die typischen Up-Tempo-Nummern wie immer etwas eintönig daherkommen. „Bad Hombre“ ist ein kompaktes Rundum-Paket an uramerikanischer Volksmusik mit dreckiger Punk-Rock-‚N‘-Roll-Attitüde, den man nicht immer allzu ernst nehmen sollte. Für Freunde von Hank Williams III, Johnny Cash und generell jeden, der mit Country etwas anfangen kann. Wer von sich das Gegenteil behauptet, sollte lieber einen ganz großen Bogen um „Bad Hombre“ machen. Ansonsten gilt: Holt den schwarzgebrannten Moonshine raus, Kehlen auf, BOB WAYNE in die Anlage und ne schöne Hillbilly-Party schmeißen … und die eigene Tante einladen. Da geht was.

Ab sofort bis Mitte Juli(!) können sich die Europäer wieder selbst ein Bild davon machen, wie unterhaltsam der Hombre seine Musik live auf die Bühnen bringt. „Drop that load and then come back for more.“